Heizen mit Kryptominer: automatische Steuerung im Test
Heizen mit Kryptominer klingt erstmal nach einem Scherz, funktioniert aber richtig gut. Im Video zeigen wir, wie ein Miner ganz von allein die Heizung steuert, nur über sein eigenes Display, ohne Home Assistant oder sonstige Zusatzsoftware. Für alle, die Stromkosten senken wollen und ihre Abwärme sinnvoll nutzen möchten, ist das ein spannender Ansatz.
Wie die Heizungssteuerung beim Miner funktioniert
Der Miner hat eine eingebaute Heizautomatik. Im Test lag die Raumtemperatur bei 21,9 Grad, die Solltemperatur war auf 19 Grad gestellt. Stellt man die Solltemperatur über die aktuelle Raumtemperatur, merkt der Miner das sofort und beginnt zu arbeiten. Er baut dafür erstmal eine WLAN-Verbindung auf, im Video läuft das über einen WLAN-Adapter, also komplett ohne Netzwerkkabel. Das dauert ein paar Sekunden, dann ist die Verbindung da und der Miner startet.
Was beim Hochfahren passiert
Zu Beginn zeigt das Display 0 Hashrate und eine Leistung von nur 23 Watt. Als Ziel war 1030 Watt eingestellt. Kurz danach springt die Leistung auf 600 Watt, die Hashrate steigt auf 0,7 Terahash, dann auf 3,4 Terahash. Die Leistung klettert weiter bis auf rund 1000 Watt. Das Gerät arbeitet dabei mit einer Art Lernfunktion. Es passt die Leistung eigenständig an, ähnlich wie eine kleine KI, die merkt, wie schnell der Raum warm wird und wie stark nachgeregelt werden muss.
Erhöht man die Solltemperatur noch weiter, wird der Unterschied zur Raumtemperatur größer. Der Miner reagiert darauf, indem er mit voller Leistung heizt, im Video über 3,3 Kilowatt. Er versucht die Zieltemperatur so schnell wie möglich zu erreichen, aber eben nicht so schnell, dass er übers Ziel hinausschießt. Das ist im Grunde die gleiche Logik wie bei einer normalen Heizungsregelung, nur dass hier ein Kryptominer die Wärme liefert.
Was das Display sonst noch anzeigt
Neben der reinen Heizungssteuerung bietet das Menü noch einiges mehr:
- Anzeige der einzelnen Hashboards
- Verlauf und Mining-Pool-Daten der letzten Tage
- Einstellung von Unter- und Obergrenzen für die Leistung
- Eigener Menüpunkt für die Heizungssteuerung
- Auswertung, wie viel Cent pro Kilowattstunde reinkommen
- QR-Code zur Community, falls man Fragen hat
Es gibt sogar einen kleinen Easter Egg, einen sogenannten Goodshine Drop, als nette Überraschung im Menü. Und falls der Anschluss auf der falschen Seite sitzt, lässt sich das Display auch einfach drehen.
Warum das ohne Home Assistant funktioniert
Der große Unterschied zu vielen anderen Lösungen: Hier braucht es keine zusätzliche Smart-Home-Zentrale. Die komplette Steuerung läuft direkt auf dem Miner selbst, out of the box, wie es im Video heißt. Wer also schon mit Home Assistant arbeitet, kann den Miner trotzdem einbinden, wer aber einfach nur eine funktionierende Heizlösung will, kommt auch ganz ohne weitere Technik aus.
Unsere Empfehlung
Wenn du dein Zuhause mit einem Kryptominer heizen willst, probier zuerst die eingebaute Automatik aus, bevor du dir Gedanken über komplexe Smart-Home-Lösungen machst. Stell die Solltemperatur etwas über die aktuelle Raumtemperatur und lass den Miner einfach ein paar Minuten laufen. Er lernt selbst, wie stark er regeln muss, und du siehst live auf dem Display, was gerade passiert, von der Hashrate bis zur Leistungsaufnahme. Für die meisten Eigenheimbesitzer reicht das völlig aus, ganz ohne zusätzliche Steuerungssoftware und ohne kompliziertes Setup.
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Die wichtigsten Punkte aus dem Video haben wir auf einer eigenen Seite Schritt für Schritt zusammengestellt: Heizen mit Kryptominer: automatische Steuerung im Test