Solarmodule-Gladbeck

Neigungswinkel Solarmodule Winter: So holst du mehr Ertrag raus

Neigungswinkel Solarmodule Winter

Der Neigungswinkel deiner Solarmodule entscheidet im Winter darüber, ob noch nennenswert Strom reinkommt oder ob die Module die meiste Zeit im Schatten liegen. Gerade bei tief stehender Sonne macht der Winkel einen spürbaren Unterschied. Wenn du deine Anlage selbst planst oder nachträglich optimieren willst, lohnt sich ein genauer Blick darauf.

Warum der Schatten im Winter immer weiter reinkriecht

Bei einer Verschattungsanalyse wurde eine Dachfläche über das Jahr simuliert, immer zur gleichen Uhrzeit, 12 Uhr mittags. Je näher der Kalender an den Winter rückt, desto weiter wandert der Schatten auf die Module. Am 5. Oktober sah der Tagesverlauf so aus: Um 11 Uhr lag die Fläche noch komplett im Schatten, um 12 Uhr genauso, um 13 Uhr ebenfalls. Erst ab etwa 15 bis 16 Uhr kam die Sonne durch, und das auch nur für kurze Zeit. Das zeigt, wie stark Umgebung und Sonnenstand den tatsächlichen Ertrag beeinflussen, unabhängig davon, wie gut die Module selbst sind.

Steilerer Neigungswinkel gleicht den tiefen Sonnenstand aus

Im Winter steht die Sonne flach am Himmel. Damit die Sonnenstrahlen möglichst direkt auf die Zellen treffen, sollten die Module in dieser Jahreszeit steiler stehen als im Sommer. Je steiler der Winkel, desto besser passt er zum flachen Einfallswinkel der Wintersonne. Deshalb lohnt es sich, den Neigungswinkel nicht nur nach dem Sommerertrag auszurichten, sondern bewusst auch an die dunklere Jahreszeit zu denken.

Der Kompromiss zwischen Ertrag und Windlast

Klingt simpel: Module einfach steiler stellen, dann klappt’s auch im Winter. Nur hat das einen Haken. Je steiler die Module stehen, desto größer ist die Angriffsfläche für Wind. Auf einem Flachdach bedeutet das in der Regel mehr Gewicht zur Beschwerung, damit die Anlage sicher sitzt. Ein extrem steiler Winkel bringt also mehr Winterertrag, kostet aber an anderer Stelle Sicherheit oder Aufwand. Hier braucht es einen Kompromiss, der zu deinem Dach und deiner Situation passt.

Im Sommer ist der Winkel fast egal

Im Sommer ist ohnehin so viel Sonne da, dass der Speicher voll wird, egal wie groß er dimensioniert ist. Ob die Module dann in einem eher flachen oder etwas steileren Winkel stehen, macht für den Sommerertrag kaum einen Unterschied, weil genug Energie zur Verfügung steht. Der eigentliche Hebel liegt im Winter, wenn jede Kilowattstunde zählt und die Sonne nur kurz und flach scheint.

  • Sommer: Speicher wird meist ohnehin voll, der Winkel spielt eine kleinere Rolle
  • Winter: steilerer Winkel bringt spürbar mehr Ertrag bei flacher Sonne
  • Flachdach: steilere Module brauchen mehr Beschwerung wegen der Windlast

Unsere Empfehlung für deine Ausrichtung

Richte deine Solarmodule nach Süden aus und wähle einen etwas höheren Aufstellwinkel als den klassischen Standardwinkel. Das bringt dir im Winter mehr Ertrag, ohne dass du im Sommer große Einbußen hast, weil der Speicher dort sowieso voll wird. Wichtig ist nur, die Windlast nicht zu unterschätzen, gerade auf einem Flachdach. Wenn du unsicher bist, wie stark dein Dach im Jahresverlauf verschattet wird und welcher Winkel bei dir wirklich Sinn ergibt, lohnt sich eine individuelle Verschattungsanalyse. Pauschale Angaben helfen nur bedingt, weil jede Dachsituation anders liegt. Eine Analyse für dein konkretes Dach zeigt dir schwarz auf weiß, wann und wie lange deine Module tatsächlich in der Sonne stehen, über das ganze Jahr verteilt.

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Die wichtigsten Punkte aus dem Video haben wir auf einer eigenen Seite Schritt für Schritt zusammengestellt: Neigungswinkel Solarmodule Winter: So holst du mehr Ertrag raus